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Wie man Menschenleben rettet, weiß Tamany-Linda Hensel ganz genau. Seit sie 13 ist, übt sie erfolgreich in Erste-Hilfe-Kursen Wiederbelebung durch Herzmassagen und Beatmung an speziellen Ausbildungspuppen. „Im Ernstfall“, versichert die Hauptschülerin, „macht das aber keinen Unterschied.“ Die Schülerin aus dem niedersächsischen Braunschweig ist in ihrer Freizeit ehrenamtlich bei der freiwilligen Jugendfeuerwehr aktiv. Dort probte sie drei Jahre lang mit Gleichaltrigen einmal die Woche in nachgestellten Szenen jeden Handgriff für alle möglichen Ernstfälle – von der Feuerkatastrophe bis zur Massenkarambolage. Vor Kurzem feierte Tamany-Linda ihren 16. Geburtstag. Jetzt hat sie das gesetzlich vorgeschriebene Alter, um wirklich bei der Brandbekämpfung oder der Bergung von Unfallopfern zu helfen. „Diese Arbeit ist sinnvoll. In der Schule frage ich mich oft, ob ich alles, was ich dort lerne, in meinem Leben wirklich brauche“, sagt sie.

36 Prozent aller 14- bis 24-jährigen Deutschen arbeiten laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums freiwillig für das Gemeinwohl, ohne dafür einen Euro zu kassieren. Sie engagieren sich bei Sportvereinen, Kirchen oder Rettungsdiensten wie dem Roten Kreuz. In Hilfsorganisationen wie Greenpeace oder in politischen Parteien sind sie dagegen weniger aktiv. „Junge Menschen lernen in Ehrenämtern, Verantwortung für andere zu übernehmen“, erläutert Thomas Rauschenbach, Leiter des Deutschen Jugendinstituts in München. Er hat die Erfahrung gemacht, „dass Erwachsene, die in ihrer Jugend engagiert waren, sozial und politisch aktiver sind als Personen, die sich früher nicht engagierten“.

Rund elf Millionen Ehrenamtliche aller Altersstufen packen bundesweit zu. Sie leisten jährlich fünf Milliarden unentgeltliche Arbeitsstunden in Einrichtungen, für die dem Staat längst das Geld fehlt, beispielsweise in Jugendhäusern. Wenn Jugendliche sich freiwillig zu Hilfsdiensten bereit erklären, öffnet ihnen das auf unkomplizierte Weise Zugang zur Erwachsenengesellschaft. „Sie lernen die soziale Wirklichkeit kennen und werden mit Menschen und Schicksalen konfrontiert, denen sie in ihrem Alltag -auch wegen der immer längeren Schulzeit – selten begegnen“, betont Rauschenbach.

QuelleBearbeiten

http://www.focus.de/schule/familie/freizeit/tid-11163/soziales-engagement-helfen-ist-ehrensache_aid_299168.html

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